Praxis für Pferdeakupunktur. 105 Pferde mit hochgradiger chronisch obstruktiver Bronchitis (C.O.B.) wurden ausschließlich mit Laserakupunktur behandelt. Keinerlei medikamentöse oder anders geartete Behandlung wurde zur Unterstützung der Akupunktur angewendet. Alle Patienten waren über längere Zeit (3 Monate bis mehrere Jahre) erfolglos mit allgemein anerkannten medizinischen Methoden vorbehandelt. Die zur Akupunkturbehandlung verwendeten Lasergeräte waren Impuls- Diodenlaser mit 60 bzw.90 Watt Impulsspitzenleistung bei einer Impulsbreite von 200 nsec. Die Wellenlänge des emittierten Laserlichtes betrug 904 nm. Die Pferde wurden 4- 12 mal behandelt. (1 Pferd 29 mal, im Durchschnitt 6,5 Behandlungen/Patient). Die Behandlungsabstände betrugen im Regelfall 4-7 Tage. Bei den meisten Patienten (n=79) konnte eine teilweise sehr deutliche Spontanreaktion im Sinne einer Zunahme der Atemtiefe und einer deutlich hörbaren Sekretmobilisation des vorher hochviskösen Schleims, ähnlich der Mobilisation am Ende einer Infusionstherapie, schon während der ersten Behandlung festgestellt werden. 15 Patienten, die nach 3-4 Behandlungen keine anhaltende Besserung zeigten, wurden an vormarkierten Punkten über 2-3 Wochen von den Besitzern selbst mit einem Handylaser (50mW Dauerstrichlaser, Wellenlänge 820 nm) täglich 30 sec pro Punkt behandelt. 73 Pferde machten nach Abschluß der Therapie einen klinisch gesunden Eindruck, das heißt, sie waren frei von jeglicher Symptomatik und konnten wieder voll belastet werden. Bei den bronchoskopierten Patienten war kein Sekret, keine Schleimhautschwellung und keine entzündliche Rötung mehr zu erkennen. 17 Pferde waren in Ruhe ebenfalls ohne auskultatorischen Befund und wieder voll belastbar, husteten jedoch noch gelegentlich und hatten nach Atemhemmung zeitweise noch Sekretgeräusche. 11 Pferde konnten nach der Behandlung wieder mit Einschränkungen gearbeitet werden, waren jedoch auch in Ruhe nicht ohne auskultatorischen Befund und husteten noch häufiger auch während der Arbeit, so daß das Ergebnis nicht als befriedigend angesehen werden konnte. Lediglich bei 4 Pferden konnte keinerlei Besserung der Symptomatik durch die Akupunkturbehandlung erreicht werden.
Quelle: Dr. med. vet. Uwe Petermann
Mehr Infos über Akupunktur am generell finden Sie auch unter www.hippomed.ch - Die Akupunktur findet Ihren Einsatz am Pferd insbesondere bei :Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates (Arthrose, Arthritis, Sehnenprobleme, Rückenschmerzen, Schiefe die nicht durch eine Wirbelblockade begründet ist, Verspannungen), Störungen des Magen- und Darmtraktes (Durchfall, Kotwasser, Verstopfung, immer wiederkehrende Koliken), Atemwegserkrankungen (Husten, chronische Bronchitis, Stauballergiker), teilweisen Hautproblemen (Sarkoide, Warzen) wie auch Temperaments- und Rittigkeitsstörungen (Angst, Widersetzlichkeit).
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